Themensemester Aktionswoche am Fachbereich

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Jun 142021
 

Themensemester Aktionswoche „Ein New Deal für heute!“ 15.06. – 18.06.21

In dieser Woche vom 15.06. – 18.06.2021, findet die Aktionswoche des Themensemesters „Ein New Deal für heute! Wie gestalten wir einen solidarischen und nachhaltigen Weg aus der Krise?“ (in Präsenz, bzw. hybrid) des Fachschaftsrats Sozialökonomie statt, auf die wir als GdFF gerne hinweisen wollen.

Auch der GdFF-Vorstand hat zur Vorbereitung des Themensemester 2021 die Grundidee des Fachschaftsrats aufgegriffen, die Fortsetzung des historischen New Deals für die heutige Zeit zu diskutieren. Ausgangspunkt ist, dass mit veränderter Wirtschaftslage auch früher jeweils eine Veränderung der Wirtschafts- und Sozialtheorie einherging. Für die heutige Zeit ergeben sich daraus Fragen zu ganz verschiedenen Themen der Sozialökonomie wie Wachstum, Finanzsysteme, ökologische Nachhaltigkeit oder auch feministische Wirtschaftstheorie, die wir in einem kurzen Diskussionspaper anreißen. Die GdFF hätte sich gern mit einer Veranstaltung am Themensemester beteiligt, wo wir das Papier auch vorgestellt hätten. Leider hat die dazu eingeladene Person kurzfristig absagen müssen. Wir werden uns bemühen, ihn zu einem späteren Zeitpunkt zu einem Vortrag nochmals einzuladen. In der Zwischenzeit stellen wir gern unser Diskussionspapier zur Verfügung und laden alle zur Diskussion in der Aktionswoche ein.

Im weiteren die Einladung des FSR:

„The only thing we need to fear is fear itself.“ Mit diesem programmatischen Satz begann Roosevelt seine Antrittsrede 1933. Sein Amtsantritt markierte den Bruch mit der wirtschaftsliberalen Praxis von Sozialstaatskürzung und struktureller Prekarität und damit den Beginn einer neuen Ära des emanzipatorischen Sozialstaats. Unter dem Druck von Kommunist:innen und den Gewerkschaften wurden massive Beschäftigungs- und Investitionsprogramme aufgelegt, Gewerkschaften und Arbeitnehmer:innenrechte gestärkt, die soziale Infrastruktur, inklusive Bildung und Kultur gefördert und ausgebaut, der Finanzmarkt reguliert und hohe Vermögen stärker besteuert. Insgesamt war der New Deal damit ein Umverteilungs- und Demokratisierungsprogramm von historischem Ausmaß, das zu einer sozialen Lösung der Weltwirtschaftskrise von 1929 beitrug und die Arbeitslosigkeit von 25 Prozent 1932 auf 15 Prozent 1937 senkte. Die USA erlebten wirtschaftlich, sozial und kulturell in vielerlei Hinsicht ihre bis heute beste Zeit, während Europa dem Faschismus in die Hände fiel.

2021 stehen wir vor ähnlich großen Herausforderungen, die nach ähnlich weitreichenden Reformen rufen: Frieden durch internationale Kooperation, soziale Gleichheit, kulturelle Befreiung und ökologische Nachhaltigkeit. In der Themensemester Aktionswoche beschäftigen wir uns daher mit dem historischen Reformprojekt des New Deal und seiner Aktualisierung für heute. Wir diskutieren u.a. mit Steffen Lehndorff über sein neues Buch „New Deal heißt Mut zum Konflikt“ und mit Karsten Nowrot und Jörg Schaber über die Auseinandersetzung zur Aussetzung der Impfstoff-Patente, etc. Den kompletten Wochenplan findet ihr hier: https://fsr-sozialoekonomie.de/wp-content/uploads/2021/04/Wochenplan-Themensemester-Aktionswoche-2021.pdf

Wie im letzten Jahr, wollen wir die Aktionswoche wieder rund um unser Gebäude am Von-Melle-Park 9 (im Hörsaal oder im Freien) durchführen. Bei einigen Veranstaltungen wird es auch die Möglichkeit geben, sich digital dazu zu schalten. Weitere Informationen zum Themensemester und darüber wo und wie die Aktionswoche genau stattfindet findet ihr Ende der Woche hier: https://fsr-sozialoekonomie.de/ein-new-deal-fuer-heute-wie-gestalten-wir-einen-solidarischen-und-nachhaltigen-weg-aus-der-krise/

Einen lebendigen Eindruck von der letzten Aktionswoche bekommt ihr hier: https://fsr-sozialoekonomie.de/themensemester-aktionswoche-2020/

Wir freuen uns auf eine erkenntnis- und folgenreiche Woche!

„Das demokratische Streben ist keine weitere Phase in der Geschichte der Menschheit. Es ist die Geschichte der Menschheit.“ (Franklin D. Roosevelt, Rede zur dritten Amtseinführung, 1941)

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Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Norbert Aust

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Sep 152018
 

Norbert Aust, (*1943 in Delmenhorst), leitete die HWP erfolgreich bis 1992 und ist seither ein vielfältig engagierter und außergewöhnlich erfolgreicher Kulturmanager in Hamburg. Er versteht sich auf das Bohren dicker Bretter mithilfe von dichten Netzwerken. Davon profitierte einst die HWP!

Nach dem Studium der Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre in Hamburg war er ab 1970 an der Hochschule für Wirtschaft und Politik tätig, zunächst als Dozent im Fach Rechtswissenschaft, später als Rektor und ab 1980 bis 1992 als Hochschulpräsident. Er engagierte sich für den Auf- und Ausbau des Studiums für Berufserfahrene, für den Erhalt der Aufnahmeprüfung, für interdisziplinäre Grundkurse und für das Modell des sozialökonomischen Projektstudiums. Er unterstützte die Institutionalisierung der hochschulübergreifenden Frauenstudien maßgeblich und gründete das Institut für Weiterbildung sowie den Studiengang Kultur- und Bildungsmanagement, – lauter langwierige und nachhaltig wirksame Vorhaben, die bis heute Bestand haben!
Seine Aktivitäten in der Hamburger Kulturszene seit 1990 sind vielfältig: Kulturzentrum Kampnagel, Schmidt-Theater, Hamburg Media School, Kindermuseum, Hamburger Theaterverein, Tourismusverband, Hamburg Marketing etc. Für seine Verdienste wurde Norbert Aust 2013 mit der Biermann-Ratjen-Medaille der Stadt Hamburg ausgezeichnet und 2018 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.

Lieber Norbert, wir gratulieren Dir sehr herzlich! Continue reading »

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Studentische Proteste am VMP 9

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Mai 012018
 
Foto: UHH/Baumann
Auftakt zu studentischen Protesten gegen die Unterfinanzierung der Hochschulen im VMP9

Seit dem Morgen des 17. April 2018 haben Studierende das Gebäude VMP9 der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften besetzt, „um auf die Unterfinanzierung der Hochschule und eine daraus resultierende Budgetkürzung der Orientierungseinheit (›OE‹, studentische Einführungsveranstaltung für Erstsemester) aufmerksam zu machen. Gestern Mittag hat auf Anregung des Präsidenten ein Gespräch einer Delegation der Besetzerinnen und Besetzer mit der zuständigen Dekanin, Prof. Dr. Gabriele Löschper, und dem Präsidenten stattgefunden. In diesem Gespräch haben der Präsident und die Dekanin ein finanzielles Angebot unterbreitet, das den Fortbestand der OE möglich macht.

(Stand 19. April 2018) – … weiterlesen

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HWP besetzt

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Apr 302018
 

Nachdem auf der Vollversammlung die Besetzung beschlossen wurde, haben die Studierenden am heutigen (17. April) morgen das HWP-Gebäude abgeriegelt. Sie protestieren gegen die Kürzungen in der Sozialökonomie, die sich insbesondere negativ auf die Orientierungseinheiten auswirken würden.

»Wir werden nicht akzeptieren, dass durch die finanziellen Kürzungen (von ca. 29.000€ auf ca. 12.500€ je Semester) das Kleingruppen- und Seminarkonzept als Selbstaneignung der Studieninhalte begraben wird. Diese OE steht exemplarisch für eine allgemeine Entwicklungsrichtung, in die wir universitäre Bildung verändern wollen. Wir kämpfen für die OE als kulturellen Gegenpol gegen den demoralisierenden Status Quo und als akademische Institution mit inhaltlicher Signalkraft für die Studienorganisation an unserem Fachbereich und unserer Universität. Nicht zuletzt müssen wir so den kritischen Stachel der HWP-Vergangenheit des Fachbereichs als Anregung für heutige Verbesserungen erhalten. Die OE muss in aktueller Ausgestaltung erhalten und erweitert werden, um als konstant präsenter Spiegel des gesellschaftlich Möglichen wirksam zu sein.«
– Auszug aus der ›Erklärung zur Besetzung des Normalbetriebs des Fachbereichs‹ (auch auf Facebook)

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Gegen die Kürzung der Orientierungseinheit Sozialökonomie

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Jan 192018
 
»Der OE geht’s an den Kragen…

Liebe alte, neue und ehemalige Studierende der Sozialökonomie,

unsere Orientierungseinheit für die Erstsemester*innen soll ab dem nächsten Semester radikal gekürzt werden. Bisher hatten wir ein Budget von 60.000 Euro im Jahr zur Verfügung. Das wurde zu einem Großteil aus Studierendengebühren finanziert. Diese sind nun ausgeschöpft und unsere Uni ist nicht dazu bereit andere Gelder zur Verfügung zu stellen, so dass das Budget nun auf 23.000 Euro pro Jahr gekürzt werden soll.
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Neue Soziologie-Professorin

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Dez 142017
 

Am Fachbereich Sozialökonomie ist ab 2018 eine neue Soziologie-Professorin mit dem Schwerpunkt Lebensführung und Nachhaltigkeit tätig: Prof. Dr. Katharina Manderscheid kommt von der Universität Luzern (Schweiz) zu uns. Sie hat Soziologie, Wissenschaftliche Politik sowie Neuere und Neueste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br. studiert. Nach der Promotion war sie in der Soziologie an der Universität Basel, der Lancaster University sowie Universität Innsbruck tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Mobilität, soziale Ungleichheit, Gender Studies, Lebensstile und Nachhaltigkeit als Querschnittsthema.

Wir begrüßen die neue Kollegin herzlich!

website

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Wie die Deutschen weiß wurden

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Okt 032017
 

Neuerscheinung aus unserem Hause:

Wie die Deutschen weiß wurden
Kleine (Heimat)Geschichte des Rassismus

von Wulf D. Hund

»[Wir reden] nicht darüber, dass eine bestimmte politische Verfassung jetzt Menschen dazu bringt rassistisch zu sein. Sondern dass Menschen in einer Kultur leben, die seit Jahrhunderten rassistische Diskriminierungsmuster angehäuft hat in Form eines kulturellen Codes, der es ihnen ermöglicht, andere zu verachten«.

»[D]ie Berechtigung, die Außenstehenden zu verachten, […] entschädigt […]
die Unterdrückten […] für die Beeinträchtigung in ihrem eigenen Kre
is« (Sigmund Freud)

Der gesamte Beitrag kann beim Deutschlandfunk nachgehört und nachgelesen werden. Ein Interview mit dem RBB findet sich hier.

 Posted by at 15:23

Deutschlandstipendium

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Sep 202017
 
Werden Sie Stipendiatin bzw. Stipendiat!

Die GdFF unterstützt 2018 fünf begabte, engagierte und bedürftige Studierende am Fachbereich Sozialökonomie. Wir fördern bevorzugt

1. Studierende, die die Aufnahmeprüfung bestanden haben,
2. Studierende mit Fluchthintergrund, die das Studienvorbereitungsprogramm absolvierten.

Sie können sich vom 30. Oktober bis 19. November 2017 um eine finanzielle Unterstützung von monatlich 300 Euro bewerben unter Deutschlandstipendium.

Lesen Sie außerdem den Bericht eines Stipendiaten der Universität Hamburg: »Mehr Geld, mehr Zeit, mehr Kontakte – das Programm Deutschlandstipendium als Chance«

 Posted by at 11:11

Professur für Soziologie

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Aug 042017
 

»Zum 01.09.2017 begrüßt der Fachbereich Dr. Wolfgang Menz, der seinen Ruf auf die Professur für Soziologie, insb. Arbeit, Organisation, Innovation antritt. Herr Menz war zuletzt am Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung e.V. in München beschäftigt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Arbeits- und Organisationssoziologie sowie der Technik- und Wissenschaftsforschung. Er beschäftigt sich mit u. a. mit Gerechtigkeitsansprüchen an Arbeit, mit Fragen der Leistungs- und Gesundheitspolitik, mit der Digitalisierung von Arbeit und der nachhaltigen Gestaltung von Arbeitsorganisationen. Er war an zahlreichen Forschungsprojekten beteiligt und hat viele interessante Publikationen zu seinen Forschungsschwerpunkten veröffentlicht.«

Wir schließen uns den guten Wünschen an und begrüßen Dr. Menz als neues Mitglied der GdFF! Er ist 1971 in Lübeck geboren, studierte in Marburg und Edinburgh, erhielt ein Promotionstipendium der Hans-Böckler-Stiftung, lehrte und forschte in Marburg, Frankfurt, Wien und München. Seit 20 Jahren untersucht Menz die dramatischen Umbrüche von Arbeit und Organisation – interdisziplinär und im Team. Laufend, auch 2017, referierte er dazu auf großen Tagungen und Kongressen (u. a. bei VER.DI). Vgl. Vorträge und Veröffentlichungen hier.

Wir versuchen, ihn zur nächsten Mitgliederversammlung im Frühjahr 2018 einzuladen, um seine aktuellen Forschungs- und Lehrvorhaben sowie sein Team kennenzulernen.

 Posted by at 23:11

›Gesichter der Armut‹

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Aug 042017
 

Qualitative Interviews zur Lebenssituation von Menschen, die in Mecklenburg-Vorpommern von Armut betroffen oder bedroht sind. In ausführlichen, zum Teil mehrere Stunden dauernden Gesprächen haben 60 Menschen über ihr Leben, ihren Alltag, Arbeitslosigkeit, Krankheit, Behinderung, Flucht etc. gesprochen. Sie schildern ihre begrenzten Möglichkeiten, ihr Leben zu gestalten und alltägliche Erfahrungen von Benachteiligung und Ausgrenzung auszuhalten.

Vgl. dazu Gesichter der Armut in der Stadt und im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns – Ergebnisse eines qualitativen Forschungsprojekts.

Hier folgt die KURZFASSUNG von Dr. Andreas Klärner – seit SoSe 2014 als Vertretungsprofessor am Fachbereich Sozialökonomie tätig. Er vertritt die Professur für Soziologie, insb. private Lebensführung und qualitative Methoden der Sozialforschung. Unsere Studierenden schätzen ihn sehr!

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 Posted by at 13:13