Studentische Proteste am VMP 9

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Mai 012018
 
Foto: UHH/Baumann
Auftakt zu studentischen Protesten gegen die Unterfinanzierung der Hochschulen im VMP9

Seit dem Morgen des 17. April 2018 haben Studierende das Gebäude VMP9 der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften besetzt, „um auf die Unterfinanzierung der Hochschule und eine daraus resultierende Budgetkürzung der Orientierungseinheit (›OE‹, studentische Einführungsveranstaltung für Erstsemester) aufmerksam zu machen. Gestern Mittag hat auf Anregung des Präsidenten ein Gespräch einer Delegation der Besetzerinnen und Besetzer mit der zuständigen Dekanin, Prof. Dr. Gabriele Löschper, und dem Präsidenten stattgefunden. In diesem Gespräch haben der Präsident und die Dekanin ein finanzielles Angebot unterbreitet, das den Fortbestand der OE möglich macht.

(Stand 19. April 2018) – … weiterlesen

Hochschulpolitik

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Apr 162018
 
»Es geht um sehr viel Geld«

Das Papier mit Empfehlung des Wissenschaftsrats für die politische Gestaltung der Hochschulbildung in den 2020er Jahren schlägt einen neuen Hochschulpakt vor. Er soll Qualität und Quantität in der Lehre garantieren, Breitenwirkung erzeugen und eine Exzellenzforschung von wenigen Hochschulen ablösen. Ein informatives Interview von Jan-Martin Wiarda mit der Vorsitzenden des Wissenschaftsrats, Martina Brockmeier, verweist auf die neuen, teilweise brisanten Punkte des Papiers, die in der bildungspolitischen Debatte eine Rolle spielen werde.

 

Digitalisierung

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Feb 202018
 

Big Data und Datenmissbrauch sind in aller Munde. Simons Beitrag in der NZZ bespricht die »wissenschaftlichen Fragwürdigkeit des psychografischen Targeting« und die Beeinflußbarkeit von Menschen und Meinungen.

Sind wir alle ferngesteuert von mysteriösen Firmen?

Bedeuten Cambridge Analyticas Methoden das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen? Oder übersehen wir etwas im gegenwärtigen Medienhype?
Felix Simon

Eineinhalb Jahre nach der US-Präsidentschaftswahl ist die Welt erneut in Aufruhr. Hat Cambridge Analytica (CA), die mysteriöse Marketingfirma, Donald Trump ins Weiße Haus befördert? Nach allem, was wir wissen, lautet die Antwort: höchstwahrscheinlich nicht. Aber was im allgemeinen Trubel fast vollkommen untergeht, ist die Frage nach der tatsächlichen Wirksamkeit der vermeintlichen Datenmagier. Viele sahen sich nach den Veröffentlichungen bestätigt: War dies nicht der finale Beweis? Hatte man nicht die ganze Zeit gewusst, dass die zwielichtige Firma hinter den großen politischen Entwicklungen der vergangenen Jahre – die US-Wahl, der Brexit – stecken musste?

Der Schein trügt: Sieht man sich vorerst nur die Reaktion der amerikanischen Wahlkampfexperten und derjenigen, die in der Vergangenheit mit CA gearbeitet haben, an, gibt es schon genug Gründe, am Narrativ der Allmacht der Marketingfirma zu zweifeln. Seitens der Kampagne des Texaners Ted Cruz, für die CA tätig war, bevor man zu Team Trump stieß, beklagte man sich früh darüber, dass deren Wunderprodukt nicht richtig funktionierte und stellenweise gar nicht einsatzbereit war – kurz darauf setzte man die Firma klammheimlich ab. Selbst die Trump-Truppe blieb nicht bis zum Ende mit CA in einem Bett, da man auch hier bezweifelte, dass die revolutionären Modelle wirklich funktionierten. Viele politische Beobachter sind überzeugt, dass beide Kampagnen die Firma nur eingesetzt haben, weil es Bedingung für große Spenden vonseiten der Milliardärsfamilie Mercer war.

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