HWP besetzt

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Apr 172018
 

Nachdem auf der Vollversammlung die Besetzung beschlossen wurde, haben die Studierenden am heutigen (17. April) morgen das HWP-Gebäude abgeriegelt. Sie protestieren gegen die Kürzungen in der Sozialökonomie, die sich insbesondere negativ auf die Orientierungseinheiten auswirken würden.

»Wir werden nicht akzeptieren, dass durch die finanziellen Kürzungen (von ca. 29.000€ auf ca. 12.500€ je Semester) das Kleingruppen- und Seminarkonzept als Selbstaneignung der Studieninhalte begraben wird. Diese OE steht exemplarisch für eine allgemeine Entwicklungsrichtung, in die wir universitäre Bildung verändern wollen. Wir kämpfen für die OE als kulturellen Gegenpol gegen den demoralisierenden Status Quo und als akademische Institution mit inhaltlicher Signalkraft für die Studienorganisation an unserem Fachbereich und unserer Universität. Nicht zuletzt müssen wir so den kritischen Stachel der HWP-Vergangenheit des Fachbereichs als Anregung für heutige Verbesserungen erhalten. Die OE muss in aktueller Ausgestaltung erhalten und erweitert werden, um als konstant präsenter Spiegel des gesellschaftlich Möglichen wirksam zu sein.«
– Auszug aus der ›Erklärung zur Besetzung des Normalbetriebs des Fachbereichs‹ (auch auf Facebook)

»Wir fordern mit der Besetzung die sofortige Ausfinanzierung der Orientierungseinheit Sozialökonomie und eine offene Diskussion über den inhaltlichen Konflikt, der hinter den Budgetkürzungen steckt. Außerdem fordern wir die komplette, bedingungslose Ausfinanzierung der Hochschulen, die Überwindung des Bachelor-Master-Systems und anderen Konsequenzen der neoliberalen Bildungspolitik, sowie den unbedingten Anspruch an Wissenschaft, positiv auf die gesamtgesellschaftlichen Verhältnisse einzuwirken.«
– Auszug aus der ›Pressemitteilung zur studentischen Besetzung des Fachbereiches Sozialökonomie‹

Aktuelle News gibt es laufend unter #HWPbesetzt (… solidarisch ist nun auch der #Pferdestallbesetzt)

Linksammlung:

Gemeinsame Presseerklärung | Solidarisierung GEW

17. April – MoPo | Martin Dolzer (DIE LINKE)

18. April – Hamburger Abendblatt | Hamburger Abendblatt II | taz | Deutschlandfunk | Welt | MoPo | Interview bei freie-radios.net

19. April – Hamburger Abendblatt

20. April – Junge Welt

Mitgliederverzeichnis

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Apr 152018
 

Das Mitgliederverzeichnis ist vorerst (bis 24. Mai 2018) im passwortgeschützten Mitgliederbereich zugänglich. Die Daten für den Zugang finden sich im Januar-Newsletter.

Bitte überprüft Eure Kontaktdaten auf Vollständigkeit und Richtigkeit (insbes. die Emailadressen zur Übersendung des nächsten Newsletters)!

Gründung der Akademie – HWP – Sozialökonomie

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Apr 022018
 

1948, vor genau 70 Jahren beschloss die Hamburger Bürgerschaft die Gründung einer ›Akademie für Gemeinwirtschaft‹. Träger waren der Hamburger Senat, die Konsumgenossenschaften und die Gewerkschaften. Die Akademie wurde der Universität Hamburg angegliedert, nicht eingegliedert: Sie war nicht dem Numerus Clausus unterworfen. Die Studienberechtigung konnte man durch das Bestehen einer Aufnahmeprüfung erwerben. Wer nach zwei Jahren das intensive, streng geregelte Studium von erfolgreich mit einer guten Note und Empfehlung des professoralen Kollegiums abschloss, konnte an der Universität Hamburg weiterstudieren.

Die Akademie startete mit fünf festangestellten Professoren und 80 Studierenden – kaum Frauen. Sobald sie heirateten, beendeten sie ihr Studium; das war damals selbstverständlich. Ein Internat in Barmbek nahm in den ersten beiden Jahren sechzig Studenten auf, die nicht aus Hamburg kamen. Die Unterstützung durch Stipendien lief schleppend. Mehr als ein Drittel der Studierenden verließen in den ersten Jahren die Akademie, weil sie nicht über finanzielle Ressourcen verfügten. Neben dem Studium von 32 Wochenstunden, Hausarbeiten und Lesepensum, Empirischen Praktika etc. war ein Zuverdienst nicht möglich.

Digitalisierung

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Mrz 202018
 

Big Data und Datenmißbrauch sind in aller Munde. Simons Beitrag in der NZZ bespricht die »wissenschaftlichen Fragwürdigkeit des psychografischen Targeting« und die Beeinflußbarkeit von Menschen und Meinungen.

Sind wir alle ferngesteuert von mysteriösen Firmen?

Bedeuten Cambridge Analyticas Methoden das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen? Oder übersehen wir etwas im gegenwärtigen Medienhype?
Felix Simon

Eineinhalb Jahre nach der US-Präsidentschaftswahl ist die Welt erneut in Aufruhr. Hat Cambridge Analytica (CA), die mysteriöse Marketingfirma, Donald Trump ins Weiße Haus befördert? Nach allem, was wir wissen, lautet die Antwort: höchstwahrscheinlich nicht. Aber was im allgemeinen Trubel fast vollkommen untergeht, ist die Frage nach der tatsächlichen Wirksamkeit der vermeintlichen Datenmagier. Viele sahen sich nach den Veröffentlichungen bestätigt: War dies nicht der finale Beweis? Hatte man nicht die ganze Zeit gewusst, dass die zwielichtige Firma hinter den großen politischen Entwicklungen der vergangenen Jahre – die US-Wahl, der Brexit – stecken musste?

Der Schein trügt: Sieht man sich vorerst nur die Reaktion der amerikanischen Wahlkampfexperten und derjenigen, die in der Vergangenheit mit CA gearbeitet haben, an, gibt es schon genug Gründe, am Narrativ der Allmacht der Marketingfirma zu zweifeln. Seitens der Kampagne des Texaners Ted Cruz, für die CA tätig war, bevor man zu Team Trump stieß, beklagte man sich früh darüber, dass deren Wunderprodukt nicht richtig funktionierte und stellenweise gar nicht einsatzbereit war – kurz darauf setzte man die Firma klammheimlich ab. Selbst die Trump-Truppe blieb nicht bis zum Ende mit CA in einem Bett, da man auch hier bezweifelte, dass die revolutionären Modelle wirklich funktionierten. Viele politische Beobachter sind überzeugt, dass beide Kampagnen die Firma nur eingesetzt haben, weil es Bedingung für große Spenden vonseiten der Milliardärsfamilie Mercer war.

… weiterlesen im Originalbeitrag

 

Alumni-Zirkel

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Feb 242018
 
Moralische Unsicherheit – Was tun, wenn man nicht weiß, was richtig ist?

Mittwoch | 25. April 2018 | 19 Uhr
Alumni Universität Hamburg e.V. | Feldbrunnenstraße 9 | 20148 Hamburg

Im Idealfall steht vor einer Entscheidung die Erkenntnis, was in der jeweiligen Situation moralisch richtig wäre. Dazu kommt es aber nicht immer. In einigen Fällen liegt dies schlicht daran, dass die Zeit nicht reicht. In anderen Fällen sind die moralischen Fragen so vertrakt, dass sich auch nach gründlichem Nachdenken keine Gewissheit einstellen will. Manchmal müssen wir uns also entscheiden, ohne zu wissen, was moralisch richtig ist. Kann man sich in solchen Situationen noch rational entscheiden? Und was könnten Prinzipien für solche Entscheidungen sein? Anwendungsfelder für eine Theorie von Entscheidungen unter moralischer Unsicherheit wären beispielsweise die Tierethik (darf ich Fleisch zu Genusszwecken konsumieren?) oder selbstfahrende Autos (was soll ein solches Auto in schwierigen, moralischen bedeutsamen Situation tun?).

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Marx-Jahr 2018

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Jan 202018
 

Jubiläen allüberall. Auch Marx. Auch in Hamburg.
Hier übergab Marx  vor 150 Jahren dem Verleger Otto Meissner sein Manuskript ›Das Kapital‹.

Elmar Altvater würdigt das Werk und aktualisiert die Frage nach dem Verfall und Ende des Kapitalismus in seinem Beitrag Nach 150 Jahren ›Das Kapital‹. Kritik der politischen Ökonomie am Plastikstrand in Z. Nr. 111, September 2017.

Darüberhinaus fand vom 6. September 2017 bis 4. März 2018 im Museum der Arbeit eine äußerst sehenswerte Ausstellung zum ›Kapital‹ statt.

Auch die GdFF wandelt »auf den Spuren von Karl Marx«: Wir hörten auf der Mitgliederversammlung am 24. März 2018 einen Vortrag von Dr. Jürgen Bönig über Marx‘ fünf Besuche in Hamburg.

»Reale Durchlässigkeit in die akademische Bildung […] noch gering«

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Jan 202018
 
Kommentar zum ›Studium ohne Abitur‹

Dr. Irene Seling, stellv. Leiterin Abteilung Bildung, Berufliche Bildung Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), schreibt in nexus, dem Newsletter der Hochschulrektorenkonferenz:

»Das Thema ›Studieren ohne Abitur‹ für beruflich Qualifizierte hat in den vergangenen Jahren formale Erleichterungen erfahren. Die reale Durchlässigkeit in die akademische Bildung hinein ist mit 2,8 Prozent der Studienanfängerinnen und -anfänger ohne Abitur (CHE, 2016) jedoch immer noch gering. Mangelnde berufsbegleitende Studienangebote gerade im Bachelorsegment werden häufig verursacht durch starre Strukturvorgaben der Länder. Sie verhindern einen bedarfsgerechten Ausbau.«

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Gegen die Kürzung der Orientierungseinheit Sozialökonomie

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Jan 192018
 
»Der OE geht’s an den Kragen…

Liebe alte, neue und ehemalige Studierende der Sozialökonomie,

unsere Orientierungseinheit für die Erstsemester*innen soll ab dem nächsten Semester radikal gekürzt werden. Bisher hatten wir ein Budget von 60.000 Euro im Jahr zur Verfügung. Das wurde zu einem Großteil aus Studierendengebühren finanziert. Diese sind nun ausgeschöpft und unsere Uni ist nicht dazu bereit andere Gelder zur Verfügung zu stellen, so dass das Budget nun auf 23.000 Euro pro Jahr gekürzt werden soll.
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